Galerie Elbchaussee

Hamburg historisch

Schwarz-Weiß-Photographie

Thomas Grebe

Schachmarathon

Skulpturen

Georg Schulz

Die Ausstellung läuft vom 7. Juni bis zum 30. Juni 2018.

Öffnungszeiten während der laufenden Ausstellung
Donnerstag, Freitag 16–20 Uhr, Samstag 14–18 Uhr
oder nach Vereinbarung, Mobil 0171 34 72 536,
E-Mail office@galerie-elbchaussee.de

Thomas Grebe HAMBURG HISTORISCH Georg Schulz SCHACHMARATHON Juni 2018

Thomas Grebe Hamburg historisch

Thomas Grebe, Jahrgang 1933 aus Bielefeld kommend, Photograph für Werbung in Hamburg, später Professor für die Fotoklasse an der Armgartstraße. Heute 85-jährig die erste größere Ausstellung seiner ästhetischen Schwarz-Weiß-Fotos, die er um die 50er-, Anfang 60er-Jahre mit der Leica-Kleinbildkamera machte. Hamburger Hafen unter Volldampf. Boote vor Oevelgönne an Tonnen. Glitzerndes Band der Elbe. Werften und Dampfer. Gegenlicht, diesige Ferne lichtgrau zusammengezogen. Fischmarktgewühl, Aale, Aale, Werftgrandies auf Übersetzer. Artiges Segeln auf der Alster. Fairplay-Schlepper-Parade. Nickende Barkassen, Schuten, Kabbelwasser bei den Landungsbrücken. Stahlgerippe, Laternen und Türme. Kräne und Poller. Kinder und Größere. Ketten und Anker. Versiffte Ecken, geteerte Wände, Straßen und Häuser. Durchblicke, Treppen und Geländer. Trümmerflächen. Alles offen. Die Gesellschaft kippte. Wachsender Wohlstand durch den Dicken. Schönere Autos.

Text: Wolf Maack

  • Thomas Grebe HAMBURG HISTORISCH Georg Schulz SCHACHMARATHON Juni 2018
  • Thomas Grebe HAMBURG HISTORISCH Georg Schulz SCHACHMARATHON Juni 2018
  • Thomas Grebe HAMBURG HISTORISCH Georg Schulz SCHACHMARATHON Juni 2018
  • Thomas Grebe HAMBURG HISTORISCH Georg Schulz SCHACHMARATHON Juni 2018
  • Thomas Grebe HAMBURG HISTORISCH Georg Schulz SCHACHMARATHON Juni 2018
  • Thomas Grebe HAMBURG HISTORISCH Georg Schulz SCHACHMARATHON Juni 2018

Georg Schulz Schachmarathon

Ausstellung einer raumgreifenden Platzierung von 224 Figuren auf sieben Schachbrettern. So überschreitet das Schaffen von Georg Schulz ganz offensichtlich die Grenzen des Modellierens in Richtung Installation und Inszenierung. Vielleicht Versuchsanordnungen mit Verweis gar auf das, was Joseph Beuys als "Soziale Plastik" praktizierte. Soziale Plastizität als Kleinversuch mit Holzfiguren? Holzfiguren, die im Kontext ihrer Schachbrettpositionen wiederum in einem anderen konventionellen Spielzusammenhang stehen: Schach-Spiel ist immer schon ein symbolisches Macht-Spiel. Freilich sind alle von Schulz kreierten Figuren unfähig, sich auf dem Raster wirklich spielen zu lassen – sie passen nur bedingt in die Rollen "Dame", "König", "Läufer", "Turm" und "Bauer"! Da gibt es am Ende ein großes Durcheinander.

Diese inszenierte Installation betont Aspekte des Komischen, Lustigen, Karikaturhaften. Eine Art Stereotypisierung jeder einzelnen Figur in Geste, Haltung, Körpersprache. Dies alles zugleich mit einem Hauch eines unverwechselbaren Charakters, der ganz sicher durch die groben Strukturen hindurch heraus lesbar – ja hinein lesbar wird. Obwohl die einzelnen Figuren in ihrer jeweils typischen farblich transparenten Bekleidung auf den ersten Blick irgendwie recht fertig wirken – also für sich stehen und in die Welt hinaus gehen können –, geht es Schulz nicht um isoliertes Ich-Menschentum, sondern um zwischenmenschliche Konstellationen der Zu- und Abneigung, der Hin- und Abwendung.

Text: Dr. Klaus Nicolai

Die Ausstellung läuft bis zum 30. Juni 2018. Öffnungszeiten Do.–Fr. 16–20 Uhr, Sa. 14–18 Uhr oder nach Vereinbarung, Mobil 0171 34 72 536.